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Bautreff Pawella GmbH

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Von Holzarten und Pflegetipps

5 Fakten zum Holzzaun

Keine Lust mehr, dass Ihnen Hunde auf den Rasen pinkeln? Und eine klare Grenze zum Nachbarn wäre auch ganz nett? Da haben wir gute Nachrichten für Sie: Diese Probleme lassen sich lösen. Mit einem Holzzaun für Ihren Garten. Was an einem Holzzaun so toll ist? Erzählen wir Ihnen natürlich auch. In fünf übersichtlichen Punkten.

Fakt #1: Ein Holzzaun ist aus Holz.

Ja, sicher, das Material für eine Holzzaun ist Holz. Aber welche Holzart eignet sich am besten? Theoretisch kann jedes Holz verwendet werden. Das empfehlen wir aber nur bedingt, schließlich muss das Holz draußen ja auch einiges aushalten, damit nicht schon nach fünf Jahren ein neuer Zaun her muss.

Daher eine kleine Übersicht. Aber nur eine kleine. All die hunderten von Holzarten aufzulisten – da hatten wir dann doch keine Lust mehr.
Und was übrigens gar nicht geht als Holzzaun? Buche, Esche und Ahorn. Trotz ihrer Härte sind diese Holzarten wenig robust und kaum witterungsbeständig.

 AllgemeinRobustheitPreisTipp
Fichte/KieferHelles Holz mit recht gleichmäßiger Oberfläche, oft für den Zaunbau genutzt+ Relativ weiches Holz, höherer Pflegeaufwand (sonst Verfärbungen, Schimmelbefall möglich)$Kesseldruckimprägnierung für bessere Haltbarkeit sehr empfohlen
LärcheBeliebtes Nadelholz für den Zaunbau mit einer hellgelben bis rötlich-braunen Färbung+++ Stabil, wasserunempfindlicher, hoher Harzgehalt macht es von Natur aus wetterfest$$Auch ohne Imprägnierung gute Haltbarkeit, durch die natürliche Vergrauung entsteht eine silbergraue Patina
EicheHartholz in diversen Farbtönen und Maserungen+++ Sehr hartes Holz mit fester Struktur, sehr resistent gegenüber Pilz- und Insektenbefall$$$Sehr schweres Holz
KastanieWarmes, hell- bis goldbraunes Holz mit schwacher Maserung+++ Robust und witterungsbeständig, hoher Anteil an Gerbsäuren verhindert recht zuverlässig einen Befall mit Pilzen und Schädlingen$Klassisch als Staketenzaun genutzt, Imprägnierung nicht notwendig
BangkiraiTropisches Holz, Gelb bis Braun mit hellen Streifen+++ Sehr langlebig, noch höhere Dichte und Festigkeit als Eichenholz$$Oft für Sichtschutzelemente verwendet

 

Kesseldruckimprägniertes Holz: Was ist das?

Imprägniert werden klassischerweise wenig witterungsbeständige Hölzer wie Kiefer und Fichte. In einer Imprägnieranlage wird dem Holz die Feuchtigkeit entzogen. Holzschutzsalze werden mit hohem Druck in das Holz gepresst, so dass diese tief in das Holz eindringen und es vor Pilz- und Schädlingsbefall aber auch Fäulnis schützen können.

Fakt #2: Ein Holzzaun ist ein Zaun.

Ein Überblick über die verschiedenen Zaunarten und Stile

Ein paar Bretter zusammen und fertig? Ja, so geht’s im Prinzip. Und trotzdem kommen dabei die unterschiedlichsten Zäune raus.

Lattenzaun
Jägerzaun (auch Scheren- oder Kreuzzaun)
Rollzaun (aus Staketen)
Bonanzazaun (auch Rancherzaun)
Sichtschutzzaun

Fakt #3: Holz sieht nicht immer gleich aus.

Verschiedene Optiken, Lacke, Lasuren und Vergrauung

Holz ist für Sie nur braun? Dann bekommen Sie jetzt ein paar wunderschöne Farbtöne um die Ohren gehauen: Egal, ob hell weißschimmernd oder zart-rosè, honiggold oder schokoladenbraun, sanftes Silbergrau oder edle Olivtöne – Holz kann viel mehr als einfach nur „braun“ sein. Jede Holzart bringt ihren ganz eigenen Farbton mit. Unterschiedlich ausgeprägte Maserungen, Asteinschlüsse und auch Risse machen die Optik von Holz so spannend und wunderschön.

Kesseldruckimprägniertes Holz hat aufgrund des Imprägnierverfahrens oft einen leicht grünlichen Schimmer, der mit der Zeit verblasst.

Kein passender Farbton für Sie dabei? Das muss Sie nicht aufhalten. Schließlich gibt es eine immense Bandbreite an Holzlacken, Holzfarben und Lasuren:

Lasuren

Wer die natürliche Maserung des Holzzauns erhalten will, der setzt auf Lasuren. Die Farbveränderung ist daher aber auch dezenter, da die Lasur nicht komplett deckend ist.

Holzfarben und Lacke

Im Gegensatz zur Lasur bilden Holzfarben und -lacke eine deckende, undurchsichtige Farbschicht. Die Holzmaserung wird dadurch komplett überdeckt. Der Vorteil: Hier kann man sich farbenmäßig richtig austoben. Vom klassischen Weiß bis zum leuchtenden Schwedenrot ist fast alles möglich.

Natürliche Vergrauung und Holzvergrauungsmittel

Bei einigen Holzarten wie Lärche oder Eiche kann es sich auch lohnen, auf einen Anstrich zu verzichten: Durch Sonnenlicht und Witterung wird das Holz mit der Zeit auf natürliche Weise vergrauen. Dadurch bildet sich eine feine, silbergraue Patina, die den Holzzaun noch ein Stückchen rustikaler macht. Und wer nicht so lange warten möchte, kann den Prozess mittels Holzvergrauer sogar ohne langes Warten künstlich erzeugen.

Fakt #4: Wenn es regnet, wird ein Holzzaun nass.

Witterungsbeständigkeit, Pflege und Langlebigkeit

Wir geben es ja zu, wir sind ein bisschen aus Zucker. Und ein Regenguss ohne Regenschirm geht für uns mal gar nicht. Ihr zukünftiger Holzzaun ist da Gott sei Dank anders drauf. Denn auch wenn tagelang Dauerregen angesagt ist, fallen ihm nicht gleich alle Latten vom Zaun. Unterstützen und pflegen können Sie ihn natürlich trotzdem gerne ein bisschen. Denn wer gönnt sich nicht gerne eine extra Spa-Behandlung?

Wellness fürs Holz: Mit Schutzlacken, -farben und -lasuren zu mehr Widerstandsfähigkeit

Wie so ein Spa-Tag für einen Holzzaun aussehen kann? Er beginnt mit einer Dose Anstrichmittel. Um einen Holzzaun vor Sonne, Regen, Schnee, Pilzbefall oder auch Schädlingen zu schützen, eignen sich spezielle Lacke, Zaunfarben und Lasuren.

Holzlacke & Holzfarben

Holzlacke & Holzfarben: Überdecken die Maserung des Holzzauns.

Vorteil:

  •  lange Pflegeintervalle

Zu bedenken:

  • Schutz wirkt nur oberflächlich
  • verstopfen die Poren des Holzes, was eventuell zum Abblättern des Lacks führen kann
Holzlasuren & Holzöle

Holzlasuren & Holzöle: Maserung bleibt sichtbar.

Vorteil:

  • dringen in das Holz ein und bieten einen guten Schutz

Zu bedenken:

  • relativ kurze Pflegeintervalle (Dünnschichtlasuren: alle 2 – 3 Jahre, Dickschichtlasuren alle 3 – 5 Jahre, Holzöl: jährlich)

Vor dem Streichen muss der Zaun gereinigt werden. Moos und alte Farbreste müssen entfernt werden – am besten schon ein, zwei Tage vorher, damit der Holzzaun wieder komplett durchtrocknen kann.

In der Regel wird dann mit zwei Anstrichen gearbeitet. Der erste Anstrich dient als Grundierung und muss nur dünn aufgetragen werden. Wenn die Farbe getrocknet ist, wird der Zaun noch einmal leicht angeschliffen, damit der zweite Anstrich besser haften bleibt. Achten Sie auch immer auf die Herstellerhinweise, dann kann normalerweise nichts schief gehen.

Unser Tipp: Fragen Sie auch unsere Gartenexperten.

Gerne beraten wir Sie, welches Produkt in dem Dschungel aus Lacken, Farben und Lasuren die richtige Wahl für Ihren kleinen Holzliebling ist und wie Sie es am besten verwenden.

Alternative für Streichmuffel: Natürlicher Schutz und Imprägnierung

Alle zwei Jahre streichen ist nicht so Ihr Ding? Können wir verstehen. Nicht dass wir faul wären, wir nennen das lieber "arbeitsoptimierend". Und es gibt sie ja auch: Die Zäune, die man nicht streichen muss. Also aufgepasst:

Natürlicher Schutz & Vergrauung

Hölzer wie Lärche oder Kastanie bringen sozusagen ihren eigenen Holzschutz mit. Dank ihrer natürlichen Eigenschaften sind sie von Natur aus witterungsbeständig und wenig anfällig für Pilz- oder Schädlingsbefall. Woran das liegt? Beispielsweise an einem hohen Harzgehalt, der sie wasserunempfindlicher macht, oder an ihrem hohen Anteil an Gerbsäuren, der einen Befall mit Pilzen und Schädlingen recht zuverlässig verhindert.

Mit den Jahren wird das Holz aber seine Farbe verlieren und vergrauen. Das ist jedoch kein Grund zur Panik: Eine solche silbergraue Patina sieht edel aus und heißt nicht, dass das Holz kaputt ist. Im Gegenteil. Es gibt sogar spezielle Holzvergrauer, die den natürlichen Prozess beschleunigen, um schneller diesen wunderschönen Grauton zu erreichen.

Imprägnierung

Die zweite Alternative? Da Sie im „Lesen und verstehen“ damals bestimmt eine glatte Eins hatten, wissen Sie bestimmt noch aus dem ersten Abschnitt, dass es auch kesseldruckimprägniertes Holz gibt. Durch dieses spezielle Imprägnierverfahren ist keine weitere Behandlung nötig und Ihr Holzzaun hält ohne weiteres Zutun getrost 15 bis 20 Jahre.

Ein paar Schühchen für Ihren Zaun: Pfostenschuhe und Einschlaghülsen

Was für alle aber wirklich, wirklich wichtig ist: Holz sollte keinen direkten Bodenkontakt haben. Denn dadurch werden die Zaunteile anfällig für Feuchtigkeit und verrotten. Daher sollten Pfosten niemals direkt in die Erde eingeschlagen werden, sondern mit speziellen Pfostenschuhen oder Einschlaghülsen aus Metall versehen werden.

Fakt #5: Einen Holzzaun kann man kaufen oder selber bauen.

Kostengünstig und auch als DIY Projekt

Vorgarten- und Sichtschutzzäune sind in zahlreichen Ausführungen und Farben lieferbar. Im Vergleich zu anderen Materialien sind Holzzäune dabei auch noch ziemlich kostengünstig.

Durchschnittliche Materialkosten pro laufendem Meter

  • Holzzaun: ca. 10 bis 50 Euro (Achtung: Sichtschutzzaun teurer, ca. 60 – 80 Euro)
  • Metallzaun:
    • Stabgitterzäune: ca. 25 bis 50 Euro
    • gusseiserne Zäune: ca. 80 bis 200 Euro
  • Steinmauern: ca. 150 bis 350 Euro
  • Zäune aus WPC (Wood-Plastic-Composite): ca. 80 bis 150 Euro

Bei Holzzäunen ist also für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel etwas dabei. Das heißt aber nicht, dass Sie bei Ihrem Zaunbau nicht auch selbst Hand anlegen können. Egal, ob es um das Montieren der fertigen Zaunteile geht oder es von Grund auf ein kompletter Do-it-Yourself-Zaun sein soll, als Heimwerker können Sie sich hier so richtig ins Zeug legen.

DIY-Holzzaun: Ersatzteile

Beim Kauf sollte auch immer an Ersatzteile gedacht werden. Wenn Sie Ihren Zaun selbst bauen, brauchen Sie pro ca. 100 genutzten Latten etwa zwei bis drei Ersatzlatten. Diese sollten in der Garage stehen und luftig gelagert werden.

Auf geht’s zum Zaunkauf

Nach diesen wunderbaren fünf Punkten, die Sie sicherlich beeindruckt haben, bleibt uns jetzt nur noch eines zu sagen: Viel Spaß beim Aussuchen und Planen Ihres neuen Holzzauns!

Und wenn Sie Hilfe brauchen, sind wir natürlich gerne für Sie da: Einfach vorbeischauen und sich von unseren Holz- und Gartenexperten beraten lassen! Wir freuen uns auf Sie.